Verbugte und verfrüht herausgebrachte Spiele sowie mangelhafter Kundensupport – als Beispiele mögen hier nur Command & Conquer Generals, für das nach knapp einem Jahr trotz erheblicher *bekannter* Bugs der Support eingestellt wird, oder Need for Speed: Most Wanted dienen, für das ebenfalls – sämtliche Kundenemails ignorierend – das Suppportcenter abgeschaltet wurde. Ich weise darauf hin, dass EA die teilweise wirklich ärgerlichen Bugs einräumte, aber dennoch auf die Nachbesserung verzichtete. Es ist vielleicht nicht nur meine Meinung, dass der Kunde bei einem Spiel, das schon in der Kaufversion nicht fehlerfrei ist, ein Recht auf Nachbesserung und Patches hat. Niemand wird einen Staubsauger kaufen, dessen Motor aussetzt und dessen Schlauch undicht ist, selbst, wenn der Entwickler Nachbesserung in Form von (Software)flicken verspricht. Wir Spieler sind da bereits eine hartgesottene Gemeinschaft. Randalierende Kopierschutzsysteme, abstürzende Programme, überquellende Festplatten trotz absoluter Top-Hardware und dann noch ja und Amen sagen.
Nicht genug, das EA die meisten unabhängigen Entwicklungsstudios aufgekauft hat, anstatt den Softwareschmieden mehr Zeit und Geld für bessere Spiele zur Verfügung zu stellen, wird auf möglichst schnelles Release gepocht – sonst Entlassung! Die Folge sind eintönige Spiele gleicher Beschaffenheit ohne große Innovationen – siehe FIFA-,NBA-,NfS-Reihen. NfS hat selbst nach 2 Undergroundversionen und Unmengen von Emails noch keinen als anständig zu bezeichnenden Multiplayermodus. Die Folge – EA ist bei uns Zockern verschrien, allerorts wird zum Boykott von EA-Spielen aufgerufen. Ich selbst kaufe seit Generals keine EA-Spiele mehr. Was tun, nachdem man die PC-Spieler vergrault hat? Richtig – es gibt ja die Konsolenspieler und neuerdings die Handy-und Browsergamer, wir brauchen Euch arroganten und verzogenen PC-Gamer nicht! Ätsch. Konsolenspiele sind zumindest auf den älteren Konsolen erheblich günstiger in der Entwicklung und es gibt auch keine Community, die bei Unzulänglichkeiten in dem Maße Rabatz machen kann wie die PC-Gemeinde. Patches werden nicht gebraucht und Produktsupport beschränkt sich auf Lösungswege von teuren 0190-Hotlines. Das mag für einen kurzen Zeitraum gut gegangen zu sein, aber die Unzufriedenheit trägt nun endlich ihre Früchte: Gewinnwarnungen und panische Entlassungen. Und die Entlassenen werden jetzt nicht der Menschheit helfen und Vastu Heilpraktiker (Erklärung unten) werden, nein, sie werden es nochmals in der Spielebranche versuchen und den Aktienkurs des jeweiligen Unternehmens schön senken. Zu hoffen bleibt nur, das EA aus diesen Fehlern gelernt hat und sich in Zukunft bessert. Bis dahin empfehle ich allen Aktionären den sofortigen Verkauf von Beteiligungen und allen anderen, keine EA-Spiele mehr zu kaufen!
